Call Us +49 2304 953 787

Angola

Dort wo die Strassen keinen Namen haben

Süd Angola – ein durch Wüste und Berge isoliertes Land – ist die Heimat vieler ursprünglich lebendender Stämme die nur selten von Fremden besucht werden.
Diese zum Teil nomadisierenden Stämme zeichnen sich durch ihre farbenfrohe Kleidung, bunten Schmuck und nicht selten skurrile Haarpracht.
Unsere ethnische Expedition hat die einmalige Chance, in die indigenen Kulturen der 9 faszinierendsten Stämme Angolas einzutauchen, darunter die ikonischen Himba, Muila, Hakaona, Cubal, Ngendelengo und San Buschmänner.

Während des 27 Jahre dauernden Bürgerkrieges war das Land isoliert und von Fremden nicht bereist worden. Jetzt ist es an der Zeit das faszinierende, große unbekannte Land  zu besuchen.
Noch fehlt es an touristischer Infrastruktur was das Land vor großen Besuchergruppen verschont hat.
So konnten im Süden Angolas die isoliert lebenden Völker ihre Eigenart, ihre Kultur und den animistischen Glauben bis heute behalten. Es gibt heute nur noch sehr wenige Plätze auf der Welt die noch nicht erforscht und von der modernen Welt beeinflusst worden sind.
Im Süden Angolas sind wir jetzt noch Pioniere und entdecken Neuland. Aber auch hier wird bald das unverfälschte Leben vor dem Einfluss der Moderne weichen.

Reiseverlauf
Reise Nr: AG-23

1. Tag  Anreise

Am späten Abend fliegen Sie von Frankfurt nach Luanda.

2. Tag  Ankunft in Luanda – Baixa-Spaziergang – Ilha do Cabo

Am Flughafen begrüßt Sie Ihre Reiseleitung und nachdem Sie Ihren ersten Pastel im Café Paris genossen haben, brechen Sie zu einem Stadtspaziergang in der Baixa auf, dem historischen Herz von Luanda. Vorbei an der Kathedrale und dem Museum für Anthropologie, kommen Sie zur Seepromenade Marginal, wo Sie einen tollen Blick auf die Festung São Miguel de Luanda haben. Am Nachmittag checken Sie in Ihr Hotel auf der Ilha do Cabo ein. Hier auf der Ilha gründeten die Portugiesen 1575 São Paulo de Loanda und heute wartet die Landzunge mit schönen Stränden, Copacabana-Flair und teuren Wohnanlagen auf. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 2h, 60 km).

1×M

3. Tag  Markt von São Paulo – Sozialistisches Erbe – Flug nach Lubango

Am Vormittag geht es zunächst auf den Markt von São Paulo, eines der belebtesten Stadtviertel von Luanda. Im Anschluss wandeln Sie ein wenig auf den Spuren der angolanischen Revolution und besuchen das Mausoleum von Agostinho Neto, das Anfang der 1980er Jahre von nordkoreanischen Architekten erbaut wurde. Am Nachmittag oder frühen Abend fliegen Sie in den Süden nach Lubango, die zweitgrößte Stadt Angolas. Das günstige Klima des Chela-Plateaus war den Portugiesen schon früh bekannt, doch es sollte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts dauern, bis man das Gebiet großflächig besetzte. 1885 ließen sich die ersten 222 Siedler aus Madeira nieder und gründeten Sá da Bandeira (Lubango). Übernachtung in der Lodge. (Fahrzeit ca. 2h, 60 km).

1×(F/A)

4. Tag  Exkursion nach Chibia: Besuch der Mwila

Der heutige Tag ist ganz der Erkundung des Siedlungsgebietes der Mwila (Mumuila) gewidmet, der vielleicht ikonischsten ethnischen Gruppe Angolas. Von Lubango geht es in das Umland von Chibia, wo Sie den Marktflecken Mucuma und verschiedene Mwila-Siedlungen besuchen. Die Mwila gehören zur Sprachfamilie der Nyaneka-Khumbi und leben noch weitestgehend traditionell. Sie bauen Mais, Bohnen und Yams an, halten Rinder, Ziegen und Schafe und verkaufen nur gelegentlich Tiere auf dem Markt, um benötigte Sachen (Salz, Zucker, Decken usw.) zu erwerben. Vor allem die Mwila-Frauen sind für ihre beeindruckenden Frisuren und ihren Perlenschmuck berühmt. Mit Baumrinde, Butter und einer Paste aus roter Erde formen sie vier bis sechs kompakte Zöpfe und mit ihren Halsreifen aus bunten Glas- und Tonperlen bringen sie ihren sozialen Status (Pubertät, Heirat usw.) zum Ausdruck. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 3h, 140 km).

1× (F/M (LB))

5. Tag  Cahama – Besuch der Humbi – Xangongo

Nach dem Frühstück verlassen Sie das Huila-Plateau und begeben sich in den tiefen Süden. Ihr Ziel ist das Volk der Humbi, das für seine einzigartigen „parabolischen“ Frisuren bekannt ist, die junge Frauen während der Übergangsriten tragen. In Cahama halten Sie, um zu essen und nach dem Picknick-Lunch fahren Sie weiter zum Dorf und werden von der Humbi-Königin begrüßt. Sie erkunden die wunderschöne Kultur und die weitere Umgebung, die von riesigen Baobabbäumen geprägt wird. Nach der Besichtigung fahren Sie weiter nach Xangongo, wo Sie die Nacht verbringen. Übernachtung in einfachem Hotel. (Fahrzeit ca. 5-6h, 340 km).

1×(F/M (LB))

6. Tag  Cahama – Otchinjau – Marktflecken Oncócua – Besuch der Twa

Weiter geht es in das Herz der Kunene-Provinz, die Heimat von verschiedenen Herero-sprachigen Gruppen wie den Himba, Twa und Hakaona, die als halbnomadische Hirtenbauern die Trockensavanne bewirtschaften. Der Weg führt Sie über Cahama und Otchinjau nach Oncócua, einem wichtigen Marktflecken, auf dem sich alle Volksgruppen begegnen und Waren und Neuigkeiten tauschen. Hier erwartet Sie Ihr lokaler Experte, der Ihnen den Markt und den kulturellen Kosmos näherbringt und dann mit Ihnen ins Umland aufbricht. Die Nacht verbringen Sie bei den Twa, einer ethnischen Minderheit, die sich wie Himba kleidet, aber kein eigenes Vieh besitzt und vielmehr vom Feldbau sowie Jagen und Sammeln lebt. Übernachtung im Zelt. (Fahrzeit ca. 5-6h, 260 km).

1×(F/M (LB)/A)

7. Tag  Erkundung des Oncócua-Umlandes – Besuch der Himba und Hakaona

Nach der Verabschiedung von Ihren Twa-Gastgebern brechen zu den Himba auf, die Ihnen vielleicht aus dem namibischen Kaokoveld bekannt sind. Die Himba sind überwiegend Viehzüchter, die Fettschwanzschafe und Ziegen halten, aber ihren Reichtum in der Anzahl ihrer Rinder messen. Mitglieder einer Großfamilie leben in einem Onganda, einer Art kreisförmigen Familiendorf mit Vieh-Kraal und heiligem Ahnenfeuer im Zentrum. Insbesondere Himba-Frauen tragen noch heute ihre traditionelle Lederkleidung, die sie, genau wie ihre Haut und Haare, mit ockerroter Otjize-Paste einreiben und pflegen. Am Nachmittag besuchen Sie die Hakaona, wo Sie auch die Nacht verbringen werden. Die Hakaona sind als schwarze Himba bekannt und kümmern sich oft als Zeichen sozialer Unterwerfung um die Herden der Himba. Hakaona-Männer sind angesehene traditionelle Ärzte und die Frauen werden als hervorragende Kunsthandwerker geschätzt. Sie stellen Armbänder und Fußkettchen aus Kuhhörnern her, die mit feinen geometrischen Mustern oder Tierformen verziert sind. Übernachtung im Zelt. (Fahrzeit ca. 2h, 80 km).

1×(F/M (LB)/A)

8. Tag  Rückfahrt nach Lubango – Markt in Cahama – Sonnenuntergang am Cristo Rei

Wachen Sie mit dem Geruch schwelender Feuer auf und genießen Sie die geschäftige Morgenstimmung im Hakaona-Dorf. Danach geht es zurück nach Lubango. In Oncócua können Sie den Posto de Saúde besuchen und etwas über die ländliche Gesundheitsversorgung in Angola erfahren; und auf dem Markt in Cahama treffen Sie Dimba-Frauen, die für ihre Korbflechtkunst und ihren kugelrunden, perlengeschmückten Afro-Haarstil bekannt sind. Am Nachmittag erreichen Sie Lubango, wo Sie auf dem Stadtberg mit der großen Cristo-Rei-Statue und dem „Lubango“-Hollywood-Schriftzug den Sonnenuntergang genießen. Die Statue von 1957 ist 28 m hoch und eine der beliebtesten inländischen Touristenattraktionen und Pilgerstätten. So wie in Lissabon und Rio de Janeiro breitet der Cristo-Rei von Lubango seine Arme schützend über die Stadt und seine Bewohner aus. Übernachtung in der Lodge. (Fahrzeit ca. 8h, 350 km).

1×(F/M (LB))

9. Tag  Humpata – Serra-da-Leba-Pass – Mungongo-Oase – Moçâmedes

Ein Tag voller Eindrücke führt Sie steil abwärts zur Atlantikküste. In Humpata folgen Sie den Ochsenwagenspuren der Dorslandtrekker – südafrikanische Siedler, die durch die Kalahari bis nach Angola zogen. Danach erwartet Sie ein wahres Ingenieurskunstwerk – die Serra-de-Leba-Passstraße (1915), die mit engen Windungen 800 Höhenmeter überbrückt. Am Fuß des Chela-Massivs ändert sich schlagartig das Klima und Sie finden sich in einer heißen Trockensavanne wieder. Auf dem Marktfleck Mangueiras treffen Sie die ersten Kuvale und Ngendelengo, in Caraculo (1947) begegnen Sie einem gescheiterten Kolonialprojekt der Salazar-Diktatur zur Besiedlung der Wüste und in der Mungongo-Oase lauschen Sie den Kirchengesängen der kleinen Gemeinde. Am Nachmittag erreichen Sie die Hafenstadt Moçâmedes, deren Bucht bereits 1485 von Diego Cão „entdeckt“ wurde. Bei einem Bummel können Sie das futuristische Cine Estudio Namibe besichtigen und danach an einer Strandbar den Sonnenuntergang genießen. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 4h, 240 km).

1×(F/M (LB))

10. Tag               Virei – Felsgravuren von Tchitundo Hulo – Besuch der Kuvale

Heute dringen Sie tief in die Trockensavanne des Hinterlandes ein und kommen in das Land der halbnomadisch lebenden Kuvale (Mucubal). Die Kuvale sind Viehzüchter, bauen zeitweilige Siedlungen und vor allem in Dürreperioden müssen die jungen Männer weite Strecken zurücklegen, um ausreichend Weidegrund und Wasser für Ihre Tiere zu finden. Über den Marktflecken Virei mit seinem Ahnenfriedhof geht es zu den Hügeln von Tchitundo-Hulo, wo Sie die bis zu 20.000 Jahre alten, geometrisch-symbolischen Felsgravuren früher Jäger und Sammler erkunden. Achten Sie bitte auf den Weg und berühren Sie nicht die Gravuren. Den restlichen Tag und die Nacht verbringen Sie in einer Kuvale-Siedlung. Lernen Sie die Kultur der Kuvale in all ihren Facetten kennen und erfahren Sie, wie sich diese ‚Lebenskünstler‘ in diesem lebenswidrigen Terrain behaupten. Übernachtung im Zelt. (Gehzeit ca. 1h, 2 km; Fahrzeit ca. 4h, 150 km).

1×(F/M (LB)/A)

11. Tag               Wunder der Namibe-Wüste – Tômbua – Moçâmedes

Der heutige Tage ist ganz der Erkundung der Namibe-Wüste gewidmet. Von Tchitundo Hulo fahren Sie über Virei ins Namibe-Reservat, wo Sie Erosionsformationen wie die Colinas do Curoca und die Lagoa dos Arcos besuchen und Bekanntschaft mit dem Methusalem der Wüste machen, der bis zu 1000 Jahre alten Welwitschia-Mirabilis-Pflanze. Die Lagoa dos Arcos ist eine Frischwasseroase mitten im trockenen Nirgendwo, die von den massiven Sandsteinbögen einer erodierten Felsklippe gerahmt wird und ein fantastisches Fotomotiv abgibt. Am Nachmittag geht es weiter in den Fischerort Tômbua am Atlantik (früher Porto Alexandre). Besuchen Sie die kleine Kapelle auf den Klippen, sehen Sie wie nördlich der Stadt Salz gewonnen wird und gewinnen Sie Einblicke in den Alltag der Fischer. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 5-6h, 350 km).

1×(F/M (LB))

12. Tag   Besuch der Ngendelengo – Tunda-Vala-Felsriss – Flug nach Luanda

Heute sagen Sie der Namibe-Wüste „Tchau!“ und schlängeln sich entlang der Moçâmedes-Bahnlinie zurück ins Hochland. Zunächst erwartet Sie ein Besuch der Ngendelengo, einer kleinen ethnischen Gruppe an den Hängen der Chela-Berge. Die Frauen der Ngendelengo sind für ihre Dutt-Frisuren bekannt und die Ngendelengo-Häuser erinnern an den Baustil auf indonesischen Inseln. Die Häuser sind auf Baumstämmen errichtet und haben einen unteren Raum für ältere Generationen und ein oberes Kammerlager für die Jüngeren. Ihr Mittagspicknick nehmen Sie an einem veritablen Naturwunder ein, dem Felsspalt von Tunda-Vala. Der Riss an der Kante des Chela-Massivs ist 130 m breit, unglaubliche 1000 m tief und bietet einen schwindelerregenden Blick in die Weite des Tieflandes. Nachdem Sie sich satt gesehen haben, fahren Sie weiter nach Lubango und fliegen zurück nach Luanda. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 4-5h, 260 km).

1×(F/M (LB))

13. Tag   Kwanza-Fluss – Abreise

Nach einem entspannten Vormittag erkunden Sie die kleine Kolonialstadt Catete und können in einem Restaurant in der Nähe des Kwanza-Flusses einen Abschiedsdrink genießen. Gegen Abend verabschiedet Sie Ihre DIAMIR-Reiseleitung am Internationalen Flughafen von Luanda.

1×F

14. Tag   Ankunft in Deutschland

Preise:

6.090 € pro Person   inkl. Flug
350 €    EZ Zuschlag

 

Termine:

05.07.2026
04.07.2027


Weitere Termine nach Vereinbarung
Individualreisen ab 1 Person auf Anfrage

Anmeldung und AGB:

Formular ansehen

Leistungen:

  • Linienflug ab/an Frankfurt nach Luanda und zurück mit Lufthansa oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class (nach Verfügbarkeit; Flugzuschlag möglich)
  • Deutsche Reiseleitung
  • Wechselnde Englisch sprechende, lokale Guides
  • Inlandsflüge Luanda – Lubango, Lubango – Luanda
  • Alle Transfers und Fahrten laut Programm
  • Campingausrüstung (außer Schlafsack) und Koch während der Campingtage
  • Trinkwasser
  • Alle Ausflüge laut Programm
  • Alle Eintritte und Nationalparkgebühren laut Programm
  • 5 Ü: Hotel
  • 3 Ü: Lodge
  • 3 Ü: Zelt
  • Mahlzeiten: 11×F, 1×M, 9×M (LB), 4×A

Hinweise:

Empfohlene Ausrüstung:

Den Wetterbedingungen angepasste Kleidung inkl. leichte Kleidung (Shorts, T-Shirts) und ein Satz warme Kleidung (Kapuze oder leichte Jacke), langärmelige Kleidung, Sonnenhut, Badesachen, Regenschutz, bequemes/leichtes Schuhwerk
Schlafsack für warmes Wetter, Moskitonetz für den Schlafplatz (ein Muss!),
persönliche Hygieneartikel (Handtuch, Feuchttücher, Seife), Sonnenschutzmittel (Creme, Spray),
Sonnenbrille, großer Rucksack für Gepäck (bis zu 70 l), kleiner Rucksack für Wanderungen (25 - 30 l),
Kopflampe,
individuelle Reiseapotheke (Schmerzmittel, Antiseptikum, Antibiotikum, Virostatikum, Darmsanierung, Multivitaminpräparate, Rehydratation, Pflaster & persönliche Medikamente), Tabletten zur Malariaprophylaxe (Entscheidung beim Teilnehmer, wird aber empfohlen), Gelbfieberbescheinigung (ein Muss!), ggf. Zertifikat mit negativem Ergebnis des PCR-Coronavirus-Tests (muss vor der Abreise geklärt werden),
Foto- und Videokamera, Stativ, Powerbank, Batterien

 - Reise wird von einer Partneragentur durchgeführt

Terra Discovery Tours

  • +49 2304 953 787
  • +49 2304 953 790
  • info@terra-discovery-tours.com
  • Nothweg 33 b
  • 58640 Iserlohn, Deutschland

Reisegebiete

  • Afrika
  • Arabien
  • Asien
  • Lateinamerika
  • Ozeanien